Archiv 2008

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Letzte Aktualisierung:  16.02.2009

 

[Energieversorgung][Grillfest][Ferienfreizeit][Job-Event]

 

 

 

Nachbetrachtung des 1.FWG-Ausbildungsevents

 

Bereits mehrere Wochen vor dem stattzufindenden Termin hatten wir auf unsere abendliche Veranstaltung hingewiesen.

 

Aber nicht nur das Kommunalecho konnten wir hierfür nutzen, sondern auch über die Kuppenheimer Schulen fanden wir rege Unterstützung.

 

… und wenn man sieht, wer alles dabei war:

 

·                     Michael Plocher  (Handwerkskammer Karlsruhe)

·                     Franz Burger (Seat Autohaus Burger)

·                     Jochen Philipp (Schreinerei Philipp)

·                     Michael Walz (Bruno Walz Installationen)

·                     Werner Paatsch-Reiner (Volksbank Baden-Baden*Rastatt eG)

·                     Karsten Mußler (Bürgermeister Kuppenheim)

·                     Thomas Mast (Spedition Merkel-Wetzel)

·                     Helmut Bohn (Daimler AG, Gaggenau)

·                     Gerold Wendelgass (Josef-Durler-Schule, Rastatt)

 

Das Motto ganz klar auf die Schüler gemünzt, die die letzten beiden Klassen besuchen:

 

„ Was kommt nach der Schule ? “

 

Die Redner hatten von uns entsprechende Vorgaben bezüglich der Berufsvorstellung erhalten, was den Inhalt aber auch den Zeitrahmen des Redners betraf.

 

So sollte jeder seinen Bereich/Betrieb vorstellen, welche Ausbildungsmöglichkeiten man hat, welche Schulbildung von Nöten ist und wie die Ausbildungszeiten sind. Hierfür wurde ca. 15 Minuten an Zeit vorgegeben, die auch überwiegend eingehalten wurden.

 

Als ersten Redner hatten wir Herrn Plocher zur Eröffnung gebeten, über die Berufsfindung allgemein etwas zu sagen und er begann im Grunde genommen damit, das die „Berufsorientierung ein Stück Lebensplanung ist. Und wer bereit ist, sich auf ein lebenslanges Lernen einzulassen, der hat alle Möglichkeiten, einen interessanten und attraktiven Beruf zu finden.“ Darüber hinaus erwähnte er, dass es in Deutschland insgesamt 340 Ausbildungsberufe gibt und davon 100 im Handwerk.

 

                      

 

 

Herr Burger stellte den KFZ-Mechatroniker vor, der in seinem Betrieb ausgebildet wird. Hierbei wies er auf das Arbeitsumfeld hin, das dieser Beruf so mit sich bringt, denn es ist eine nicht immer saubere Arbeit. Aufgrund dessen sollte man nicht schmutzempfindlich sein.

 

Herr Philipp stellte danach seinen Betrieb und dessen Ausbildungsmöglichkeiten vor, nämlich die des Schreiners. In seinen Ausführungen hat er den Beruf des Schreiners als sehr interessant und abwechslungsreich dargestellt. In der Vorstellung seines Betriebes erwähnte er z.B., dass er der Hausschreiner von Daimler in Rastatt ist und ab und zu auch mal eine Nachtschicht einlegen muss, um seine Tätigkeiten/Aufträge dort ausführen zu können, da nur Nachts die dortigen Bänder stillstehen. Aber auch Prominente Kunden, wie Frank Elstner, gehörten schon zu den Kunden der Schreinerei. Seine Azubis rekrutiert er am liebsten aus denen, die bei ihm ein Praktikum absolvieren, den die kann er über deren „Fingerfertigkeiten“ sehr gut einschätzen.

 

Herr Walz stellte den Beruf des Installateurs/Blechners vor. Auch er wies auf eine sehr interessante und abwechslungsreiche Arbeit hin, die nicht nur mit der Verlegung von Rohren zu tun hat, sondern sich auch z.B. mit der Erstellung und Anbringung von Regenrinnen an Hausdächern beschäftigt. Er stellte auch ganz klar heraus, dass in diesem Bereich Fachkräfte gesucht, aber nur wenige gefunden werden. … und als Schmankerl wies er darauf hin, dass nach bestandener Abschlussprüfung eine voll ausgestattete Werkzeugtasche und ein PKW für die dann zukünftige Arbeit zur Verfügung steht.

 

Vom Handwerk zum Kaufmann, stellte Herr Paatsch den Beruf des Bankkaufmannes vor, der als Ausbildungsberuf mittlerweile in verschiedene Facetten aufgeteilt wurde. Es gibt 3 Ausbildungsrichtungen, nämlich den Bankkaufmann, den Finanzassistenten und den Betriebswirt (Berufsakademie). Die Grundlage zur Ausbildung ist als Schulabschluss zumindest die mittlere Reife notwendig, aber auch ein gepflegtes Erscheinungsbild sowie eine ordentliche Ausdrucksweise sind beizutragen.

 


Unser Bürgermeister, Herr Mußler, stellte den Bereich der Kommunalverwaltung vor. Eingangs fragte er, ob Abiturienten zugegen seien, was nicht der Fall war. Somit konnte er seinen Vortrag auf  den Bereich des Verwaltungsfachangestellten konzentrieren. Für die Abiturienten wäre der gehobene Verwaltungsdienst (Bachelor of Arts Public Management) interessant gewesen. Der Verwaltungsfachangestellte wird in verschiedene Bereiche eingesetzt, wie z.B. im Finanzbereich, dem Personalwesen, der Organisation usw. Auch die Ausbildung hierzu ist sehr abwechslungsreich, da in jeder Abteilung der Kommunalverwaltung ausgebildet wird. Schulabschluss hierfür mindestens den der Hauptschule. Wohl aufgrund dessen lagen einige Tage später bereits einige Bewerbungen auf dem Tisch des Bürgermeisters. Auch hier kam der Hinweis auf ordentliches Aussehen, guter Allgemeinbildung und Umgangsform.

 

Herr Mast von der Spedition Merkel-Wetzel hatte auch so einiges über den Speditionsbereich zu berichten. Nach kurzer Vorstellung des Betriebes schwenkte er über auf die auch in diesem Betrieb verschiedensten Ausbildungsmöglichkeiten; vom Fahrer bis zum Kaufmann ist alles drin. Er schloss seinen Vortrag mit einem sehr lustigen Kurzfilm ab, der nicht nur für die Schüler und dessen Eltern sehr amüsant war.

 

Herr Bohn von Daimler, Gaggenau, rundete den Abend der vorgestellten Ausbildungsberufe ab. Auch bei Daimler sind die Ausbildungsfacetten sehr umfangreich; vom Handwerk bis zum kaufmännischen Beruf. Ganz klar hierbei hervorzuheben ist der Hinweis, dass Bewerbungen bei Daimler nur noch über das Internet abzuschicken sind (sein entsprechender Hinweis auf die WEB-Site von Daimler).

 

Schlussendlich hatten wir noch die schulische Weiterbildung auf dem Plan. Diesen Bereich füllte Herr Wendelgass auf seine Art mit Leben. Er stellte ganz klar die Eigeninitiative jedes einzelnen Schülers in den Vordergrund. Auch kann jeder Stolz darauf sein in dieser wirtschaftlich guten Region mit ihren Ausbildungsangeboten und tollen Infrastruktur zu leben. Aber sofern der ein oder andere doch nicht so das passende für sich finden sollte, können selbstverständlich weiterführende Schulen der Mittel zum Zweck sein, für eine spätere Ausbildung einen weiteren Grundstein zu legen. Hierbei deutete er auf eine Veranstaltung der eigenen Schule im November.

 


Insgesamt bleibt festzuhalten, dass alle Ausbildungsberufe von Mädchen wie Jungen gleichermaßen besetzt werden können und dass überwiegend ein Hauptschulabschluss ausreichend ist. Sollten sich dennoch manche für den kaufmännischen Beruf entscheiden, ist die mittlere Reife sinnvoller.

 

Ausbildungsdauer ist in der Regel 3 Jahre – eine Verkürzung wäre bei guter Ausbildungsentwicklung möglich, aber nicht ratsam, da dann zumindest bei den kaufmännischen Ausbildungsberufen einige Abteilungen ausbleiben würden.

 

Der Abend war ganz klar ein Erfolg für BEIDE, nämlich in erster Linie für die Schüler, die zahlreich und teilweise mit Eltern gekommen waren (hierfür meinen Dank) und innerhalb von gut 2 Stunden sehr viele Informationen haben mitnehmen können, und für die FWG Kuppenheim/Oberndorf, denn hierin sehen wir uns bestärkt Themen weiter aufzugreifen, die unsere Bürgerinnen und Bürger interessieren.

 

… und darüber hinaus möchten wir das Thema des Job-Events weiter voranbringen und verfolgen.

 

Nichts desto Trotz möchte ich mich bei allen beteiligten Referenten für ihren Beitrag bedanken. Bedanken möchte ich mich darüber hinaus im speziellen aber auch bei den „Vätern“ dieser Idee, nämlich bei Jürgen Frank und Hans-Dieter Döll.

 

 

Horst Marx

Vorsitzender

 

 

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   Auf abenteuerlichen Wegen mit dem Förster durch den Wald

24 Kinder durchstreiften mit Förster Melcher den Kuppenheimer Wald

 

So hatte bisher wohl  kaum eines der Kinder, die am vergangenen Donnerstag mit Förster Melcher unterwegs waren, unseren Kuppenheimer Wald gekannt. Die Erkundungstour ging vom Parkplatz beim Altersheim zum Brünnele, wobei man sich nie auf einem der gepflegten Waldwege bewegte.

 

Zunächst ging es hinter dem Altersheim in die „Kopfschlucht“ hinein. Obwohl herrliches Wetter herrschte und die Sonne gegen 10 Uhr schon heiß vom Himmel brannte, umfing uns in der Schlucht feuchte Kühle und durch das dichte Blätterdach drang nur dämmriges, fahles Licht. Als ersten interessanten Punkt errichten wir den alten Bierkeller, dessen Eingang mit einem starken Eisengitter gesichert ist.   Heute dient der halbverfallene Bierkeller als Schlafplatz für Fledermäuse, für welche das Eisengitter kein Hindernis ist.

 


In der Schlucht fanden wir allerlei Spuren von Tieren, wie Wildschweinen, Rehen, Dachsen und Füchsen.  Auch an einer Dachshöhle kamen wir vorbei. Förster Melcher erklärte uns, dass der flache Eingang typisch für die Wohnhöhle des Dachses sei. Ein Fuchsbau dagegen habe einen runden Eingang. Dachse seien recht kräftige Tiere, denen man nicht zu nahe kommen sollte.  So habe vor kurzem ein Dachs den Hund eines Jägers getötet.

 

Förster Melcher öffnete seinen Rucksack und jedes Kind durfte einmal hinein fassen, um zu erraten, was sich darin befände. Es war etwas Weiches und Warmes. Schließlich zog der Förster die gegerbten Felle eines Fuchses und eines Dachses hervor. So erhielten die Kinder ein anschauliches Bild von diesen Tieren. Leider lief uns kein lebendes Exemplar über den Weg.

 

Weiter ging es quer durch hohe Brennnesseln und Brombeergestrüpp. Wir fanden die Schlafplätze von mehreren Rehen.

 

Eine Pflanze die sich in unserem Wald immer stärker ausbreitet, ist das Springkraut. Wenn man die Samenkapseln berührt, platzen diese auf und schleudern die Samenkörner mehrere Meter weit fort. So sind bereits große Waldflächen mit dieser aus Indien stammenden Unkrautpflanze bewachsen.

 

Unterwegs fanden wir eine große Fichte, welche von Wildschweinen zur Fellpflege benutzt wird. Am Stamm konnte man eine Menge Wildschweinhaare finden. Förster Melcher erklärte, dass der Geruch des  Fichtenharzes, welchen die Wildschweine aufnehmen, vor Zecken und Insekten schütze. Überhaupt seien Wildschweine Tiere, die nur sehr schwer zu bejagen seien.  In ihrer Intelligenz übertreffen sie sogar die Hunde.


Nach  zwei interessanten, aber auch recht anstrengenden Stunden erreichten wir den Grillplatz am Brünnele (Oberndorf).  Durstig und hungrig war dies jetzt genau der richtige Platz.   Nach den gekühlten Getränken  schnappte sich jeder einen Holzstecken und durfte seine Wurst selbst über dem Feuer grillen.

Klar, dass nach dem Essen noch gespielt und getobt wurde.

 

 

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Gute Stimmung beim Grillfest der FWG

 

Einigkeit herrschte bei den Freien Wählern: Nach dem Erfolg des Grillfestes und den zahlreichen positiven Rückmeldungen der Gäste im vergangenen Jahr sollte auch in diesem Jahr wieder ein Grillfest stattfinden.

 


Am vergangenen Freitag war es wieder soweit. Trotz des kühlen und trüben Wetters folgten viele Gäste unserer Einladung. Vorsitzender Horst Marx begrüßte die Anwesenden, gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Abend vielleicht einige neue Mitglieder bringe und wünschte gute Unterhaltung. Zu vorgerückter Stunde konnten wir auch Bürgermeister Karsten Mußler begrüßen.

 

Unser Mitglied Gerold Wendelgaß hatte wiederum die Funktion des Grillmeisters übernommen und sorgte mit Umsicht für eine hervorragende Qualität der Speisen. So saßen Mitglieder und Gäste  bis in den späten Abend hinein bei zwangloser Unterhaltung beisammen.  


 

 

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Freie Wähler setzen Vortragsreihe fort

 

Die Freien Wähler setzten Ende Mai ihre Vortragsreihe über Energieversorgung und Kostenoptimierung im Wohnbereich fort. Nachdem in den vergangenen Jahren Günter Westermann in zwei abendfüllenden Vorträgen über Systeme der solaren Stromerzeugung und  Warmwasseraufbereitung referiert hatte, lag der Schwerpunkt des Vortrags dieses Mal auf der Energieeinsparung durch Umbau und Renovierung von Wohngebäuden, insbesondere bei Altbauten.


Als Referentin konnte die Architektin und zertifizierte Energieberaterin Dipl.– Ing. Sybille Feurer vom Architekturbüro bauArt2 gewonnen werden. Frau Feurer erschien uns für diesen Bereich besonders kompetent zu sein, weil sie als Architektin in der Lage ist, nicht nur eine qualifizierte Energieberatung anzubieten, sondern auch die nachfolgenden Bau- und Renovierungsmaßnahmen verantwortlich zu planen und deren Durchführung zu überwachen und zu begleiten.

 

Sibylle Feurer legte überzeugend dar, dass derzeit der Schwerpunkt einer Altbausanierung in der Energieeinsparung liegen müsse. Am Anfang sollte immer eine Bestandsaufnahme in Form einer Energieberatung stehen. Zu groß seien die Unwägbarkeiten und Fehler, welche einen Nichtfachmann bei der  Planung und Durchführung einer Baumaßnahme treffen könnten. Für die Energieberatung alleine fallen, so die Referentin, Kosten in Höhe von etwa 600 EURO an. In diesem Preis sei ein qualifizierter Energieausweis enthalten, welcher vom Gesetzgeber bei Bau, Verkauf Vererbung oder Vermietung eines Gebäudes oder einer Wohnung  zwingend vorgeschrieben sei. Aber auch ohne diese gesetzlichen Vorgaben sei ein Energieausweis sinnvoll, um gegenüber dem neuen Eigentümer und Vermieter nachweisen zu können, dass die Gebäudenutzung sich wirtschaftlich in einem zeitgemäßen Rahmen bewegen werde. Dort wo dieses nicht der Fall sei, wäre eine Renovierung sinnvoll. Dadurch könnten, so die Referentin, bis zu 75% der bisherigen Energiekosten eingespart werden.  Nicht zu unterschätzen sei auch die Steigerung des Wohnwerts, weil man sich in einem gut gedämmten Gebäude behaglicher fühle.

 

Solche Überlegungen würden heutzutage immer dringlicher, weil die Energiekosten weiterhin stark stiegen, insbesondere was Heizöl und Gas, aber auch andere Energieträger betreffe.  Kostengünstige Alternativen seien die Holzpelletsheizung oder eine Blockheizanlage, welche gleichzeitig der Stromerzeugung dienen könne. Doch keine noch so moderne Heizung bringe nennenswerte Einsparungsmöglichkeiten, wenn durch eine schlechte Gebäudedämmung große Wärmemengen verloren gingen.  Ein weiteres Problem zu hohen Energieverbrauchs, welches keinesfalls vernachlässigt werden dürfe, sei die Umweltbelastung durch Kohlendioxid, welches unser Klima belaste und den sogenannten Treibhauseffekt verstärke.  Altbausanierung bedeute neben Kosteneinsparung aber auch Steigerung der Wohnqualität.

 

Mittlerweile gibt es von Land und Bund eine für den Laien fast unüberschaubare Fülle von lukrativen Fördermöglichkeiten, sei es in Form von stark verbilligten Darlehen mit teilweisem Rückzahlungsverzicht oder beachtlichen Zuschüssen. Die Energieberaterin Sybille Feurer kennt sie alle und weiß, wie man an diese Vergünstigungen heran kommt. Anhand einer Altbausanierung in Baden-Baden, welche von ihr durchgeführt wurde, zeigte sie auf, wie man ein vor dem zweiten Weltkrieg erbautes,  ziemlich marodes Gebäude unter Zuhilfenahme von staatlichen Vergünstigungen kostengünstig in ein komfortables Einfamilienhaus verwandeln konnte, welches im Energieverbrauch einem modernen Neubau nahe kommt.  

 

Bedauerlicherweise war der Vortrag von Sybille Feurer nicht so gut besucht, wie wir Freien Wähler es uns erhofft hatten. Wahrscheinlich lag es an dem warmen Sommerwetter, welches die Bürger in die Biergärten lockte. Wir werden aber dran bleiben und weitere interessante Vorträge anbieten.

 

So planen wir Ende September 2008 eine Informationsveranstaltung für die Schulabgänger des Jahres 2009. Hierfür konnten wir mehrere praxiserfahrene Fachleute gewinnen, welche über Berufsinhalte und Anforderungen umfassend Auskunft geben oder Möglichkeiten einer schulischen Weiterbildung aufzeigen können. Hierüber werden wir die Bürger demnächst näher informieren. 

 

 

 

 

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Letzte Aktualisierung:  16.02.2009